Unsere Wahrnehmung in der Kommunikation mit Tieren

Wie können wir Menschen die Botschaften der Tiere wahrnehmen ?

Andrea-Monty

Nach meinen Erfahrungen, insbesondere in den Seminaren, ist jeder Mensch, der dies wirklich möchte, in der Lage, Botschaften der Tiere wahrzunehmen.
Natürlich gibt es gewisse Regeln, die wir Menschen unbedingt beachten müssen, um einen Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der Tiere zu finden.

Den Tieren mit Achtung und Liebe zu begegnen, steht für mich dabei im Vordergrund.
Trotz jahrelanger Praxis ist es bis heute nicht selbstverständlich für mich,
dass die Tiere auf meine Fragen antworten.
Wenn ich mich vor einem Gespräch bei den Tieren, soweit sie mich nicht schon kennen,
vorstelle, gehört immer die Bitte an das Tier,  mit mir zu reden zu meinen ersten übermittelten Gedanken.

Bevor Sie also überlegen, ob Sie lernen möchten, gedanklich mit den Tieren in Kontakt
zu treten, stellen Sie sich bitte die Frage, ob es für Sie denkbar und akzeptabel
ist, ein Tier, egal welcher Art es auch sein mag, als gleichwertigen Gesprächspartner zu betrachten.

Nur wenn Sie diese Frage mit ‚JA’ beantworten, kann’s weitergehen.

Wie bereits zuvor gesagt, übermitteln Tiere Botschaften in Form von Bildern,
Gefühlen und sonstigen Eindrücken.

Wenn wir Menschen den Tieren etwas erzählen möchten, müssen wir diese Form des
Austausches natürlich übernehmen, nur dann klappt es mit der Verständigung.

Hierzu ein Vergleich: Stellen Sie sich bitte vor, dass wir einen 4-wöchigen Kurs belegen, um die
japanische Sprache zu erlernen. Nach diesem Kurs machen wir uns auf den Weg Richtung Japan.

Dort angekommen, können wir bestimmt einzelne Worte verstehen.
Aber wären wir in der Lage, den Sinn eines richtigen Gespräches zu erfassen??

Ungefähr so wie uns als Japanreisenden geht es den Tieren, wenn wir in unserer
menschlichen Sprache mit ihnen reden. Je nach Tierart erkennen sie einzelne Begriffe
und verstehen, was wir von ihnen wollen, aber wirkliche Gespräche sind niemals möglich.

Sie möchten mit Ihren Tiergefährten wirklich kommunizieren: Üben Sie sich darin,
das was Sie den Tieren erzählen möchten, in Bildern und Gefühlen zu denken. Bitten Sie
die Tiere um Verständnis, dass Sie diese Form des Austausches nicht auf Anhieb beherrschen
können. Sie werden feststellen, wie viel Geduld die Tiere mit uns Menschen haben.
(Es wäre schön, wenn das umgekehrt auch immer so wäre.)

Für uns Menschen scheint die menschliche Sprache die höchstentwickelte Möglichkeit
der Verständigung überhaupt zu sein. – Wenn Sie erst einmal angefangen haben, sich mit
ihren Tierfreunden auszutauschen, werden sie sich noch wundern, für wie viele Gefühle und
Eindrücke uns die Worte fehlen. – Die Botschaften der Tiere für die Menschen in verständliche
Worte zu fassen, ist bei den Gesprächen mit den Tieren für mich selbst fast
immer das Schwierigste.

Wenn ich zu Beginn eines Anfänger-Seminars sage, dass es ganz einfach ist, die Sprache der Tiere zu verstehen, ernte ich regelmäßig zweifelnde Blicke. Am Ende dieses Seminars finde
ich dann schon viel mehr Zustimmung zu dieser Aussage – sehr zur Freude auch
meiner Tiere, denn eine solche Erfahrung verändert positiv und nachhaltig
die Beziehung Mensch – Tier.

Natürlich freue ich mich, wenn Sie sich jetzt die Frage stellen,
ob das bei Ihnen auch funktionieren könnte.
Wollen Sie meine ganz ehrliche Antwort hören?

Ja!!!

Andea+Hase

Sie glauben mir nicht? Machen Sie einen kleinen Versuch:
Ist gerade jetzt ein Tier in Ihrer Nähe?

Gut.

Dann schauen Sie jetzt bitte einmal ganz ruhig auf das Tier.
Es wäre schön, wenn um Sie und natürlich auch um das Tier eine ruhige Stimmung ist.
Lassen Sie Ihren Blick auf dem Tier verweilen.

Nehmen Sie sich Zeit.

Und nun sagen Sie bitte in Worten zu dem Tier:
„Du bist mein Freund. Du bedeutest mir sehr viel.
Sicher wundern Sie  sich. Sonst betone ich doch immer, dass Worte für die Tiere überhaupt keine Rolle spielen. Und nun sage ich Ihnen, dass Sie in Worten zu den Tieren reden sollen.
Aber das ist ja auch erst der Anfang.
Die Worte sind ausschließlich als Hilfe für Sie selber gedacht.

Kommen wir zurück zu den Worten: „Du bist mein Freund. – Du bedeutest mir sehr viel.“
Während Sie diese Worte sagen, konzentrieren Sie sich bitte auf das Tier. Ganz tief aus Ihrem
Herzen schicken Sie bitte ein Gefühl von Freundschaft und Zuneigung an das Tier.
Was fühlen Sie jetzt? – Ich bin mir ganz sicher, da kommt etwas bei Ihnen an. – Lassen Sie es zu!
Vertrauen Sie sich  vertrauen Sie dem eben angesprochenen Tier.

Die Botschaften, die uns von den Tieren erreichen, kommen sehr schnell. Manchmal erhalten
wir Antworten, bevor wir selbst eine Frage bis zum Ende gedacht haben. Diese sind oftmals
sehr knapp und manchmal auch ein wenig schwer zu verstehen.

Egal mit welchem Tier wir einen Gedankenaustausch suchen, bitte lassen Sie in keinem Fall
die Art und die natürlichen Gewohnheiten des jeweiligen Tieres außer Acht.

Eigentlich ist es klar: Tiere denken nicht wie Menschen und haben auch nicht dieselben
Interessen. Mich macht es traurig, wie sehr die Tiere in manchen Gesprächen
vermenschlicht werden.

Wenn Sie selbst die Möglichkeit für sich entdecken, Gedanken der Tiere anzunehmen,
werden Sie feststellen, dass zwischen den Einstellungen und Sichtweisen von Mensch und Tier
Welten liegen. Aus tierischer Sicht ist alles so einfach. Wenn wir bereit sind, können wir vieles von ihnen lernen, zum Beispiel Unausweichliches anzunehmen, auch wenn es  uns nicht gefällt. Ich habe gemeinsam mit den Tieren solche Situationen erlebt.

Auf dieser Website möchte ich Ihnen noch viele Geschichten erzählen, die Ihnen zeigen, wie und was wir von den Tieren lernen können.

Allein eine Freundschaft zu einem Braunbären, oder die Erfahrung mit einigen wildlebenden
Tieren haben mein Leben, meine Einstellungen deutlich verändert.

So, für heute ist’s genug. Ich hoffe aber, dass Sie bald wieder hier vorbeischauen.

Andrea+Hasen+Katze