Die Kommunikation der Tiere

1. Die Sprache der Tiere

Sicher hat jeder, der schon mal etwas von

Tierkommunikation – oder ‚Tierflüsterern‘ – gehört hat, sich gefragt, wie das funktioniert.
Um dies verstehen zu köAndrea-foxinnen, ist es wichtig, dass wir uns klar machen, dass alle Tiere (wie wir Menschen) eigene Persönlichkeiten sind, die folglich auch eigene Gedanken haben.
Die vorherrschende Meinung unter uns Menschen über Wahrnehmungs- und
Empfindungsmöglichkeiten und über die Intelligenz von Tieren sollten wir meines Erachtens unbedingt überdenken. Kann es denn wirklich richtig sein, dass wir unsere eigene Intelligenz, unser eigenes Handeln und Denken zum Maßstab aller anderen Lebewesen machen?!
(Ich möchte in keine Weise das, was Menschen vollbringen, in den Schatten stellen.
Ich möchte allerdings auch auf dieser Seite verdeutlichen, was wir Menschen in unserer
Überheblichkeit / Unwissenheit übersehen oder gar zunichte machen.)
Mit Hilfe telepathischer Kommunikation kann das Zusammenleben zwischen Mensch und
Tier entscheidend vereinfacht – und bereichert – werden.

Einstein-mini

Tiere kommunizieren auf vielfältige Weise, wobei sicherlich die gedanklichen
Mitteilungsmöglichkeiten für die Leser dieser Seite zu den interessantesten gehören.

Können Tiere sich optisch wahrnehmen, kommunizieren sie vor allem durch
Körpersprache:
– kleinste Veränderungen der Körperhaltung
– Stellungswechsel der Ohren
– intensiver Blickkontakt
– leichtes Sträuben des Haarkleides reichen aus,
um dem anderes klar zu machen, was das jeweilige Tier bezweckt oder vermeiden möchte.
Es ist vollkommen egal, um welche Art von Tier es sich handelt oder ob es ein so genanntes
Haustier oder ein frei lebendes Tier ist.

Diese optischen Veränderungen sind oft so minimal, dass wir Menschen schon sehr genau
hinschauen müssen, um diese Art des „Verhandelns“ überhaupt wahrzunehmen.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich vor vielen Jahren mit meinem damaligen Hundefreund
Clarence hatte. Wir besuchten gemeinsam den Münsteraner Zoo. Schon einige Zeit waren wir
unterwegs und kamen schließlich zu dem Wolfsgehege, in dem ein komplettes Rudel lebte.
Eine Weile standen wir am Rande des Geheges, als sich plötzlich einer der Wölfe aus der Gruppe
löste. Ohne Umweg ging der Wolf zielstrebig auf uns zu. Mein lieber Clarence, der zwar
ausgesprochen freundlich, dennoch in keiner Weise unterwürfig oder gar leicht zu
beeindrucken war, stand gelassen abwartend an meiner Seite. Ich erinnere mich auch heute noch
deutlich an das beeindruckende Gefühl, als der Wolf direkt vor uns zum Stehen kam. Clarence und der
Wolfsrüde standen sich nun ziemlich dicht gegenüber. Ich selber sah dem Wolf genau ins Gesicht.

Ich war sehr gespannt, wie er sich wohl weiter verhalten würde. Er schaute Clarence direkt
in die Augen. Beide Rüden standen sich sehr imposant gegenüber. Es war fast, als könne man
ein Knistern in der Luft wahrnehmen, so stark war die Anspannung.
Ohne dass der Wolf auch nur das Geringste an seiner Körperhaltung veränderte, trat plötzlich
eine vollkommen andere Situation ein. Clarence ging zwei Schritte rückwärts. Ich beobachtete
den Wolf nun ganz aufmerksam. Ich musste schon ganz genau hinschauen, um das winzige
Zittern der vorderen Lippen des Wolfes zu bemerken. Erstaunt nahm ich wahr, dass mein starker
Rüde Clarence sich nun hinlegte und dem Wolf seinen Bauch präsentierte. Nach wenigen
Augenblicken drehte der Wolf sich um und ging. Clarence blieb noch einige Sekunden auf dem
Rücken liegen.

An diese Begebenheit denke ich auch heute noch sehr häufig. Die Verständigung zwischen Clarence
und dem Wolf war ohne jedes Gefühl oder gar Bild gegangen. Beneidenswert!!!

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2. Telepathischen Kommunikation zwischen Tier und Mensch

Natürlich teilen uns Tiere ihre Botschaften nicht in Worten mit (es gibt also auch keine
„Sprachbarriere“). Tiere übermitteln uns – gedanklich – Gefühle und Bilder; sie haben die Möglichkeit, uns z.B. Schmerzen oder andere Empfindungen bei uns selbst spüren zu lassen. Aufgabe des Menschen ist es dann, diese Gefühle, Bilder und Eindrücke richtig zu deuten. Die zu den Botschaften gehörigen Worte finden wir Menschen.

Zur Veranschaulichung eine Geschichte von dem Kater Meik Molton
und seiner ersten selbst gefangenen Maus:

Ich war gerade in der Küche mit Putzen beschäftigt, als ich plötzlich ein sehr erhebendes Gefühl
bekam. Mein erster Gedanke dazu war, dass ich jetzt wohl in einen Putzrausch verfallen sei.
Wenig später wurde mir allerdings klar, dass dieses Gefühl nicht meine eigene Hochstimmung war (das hätte mich beim Putzen auch sehr gewundert), sondern ein Gedanke von Meiki. Mir blieb keine Zeit darüber nachzudenken, denn schon Sekunden später folgten seine nächsten Gedanken, die er mit sehr viel Kraft in meine Richtung übermittelte.

Er zeigte Bilder, wie er sich mit einem riesigen Mäusekörper abschleppte. Nach seiner Beschreibung war die Maus ca. 1,10 Meter lang und musste mindestens 45 kg wiegen. Als ich die Katzenklappe hörte, welche Meiks Erscheinen ankündigte, bekam ich erst mal einen kleinen Schreck. Zum Glück wurde mir dann aber noch rechtzeitig klar, dass ich ja nur Meiks Empfinden von Größe und Gewicht der Maus wahrgenommen hatte.

meik-molton

Als er mit der Maus in der Küche erschien, musste ich natürlich schon zugeben, dass die Maus
gewaltig groß war; allerdings wich sie doch deutlich von Meiks Angaben ab.

Tipp: Wenn wir Angaben der Tiere bzgl. Größe und Gewicht bekommen, ist es immer
sehr wichtig, diese Angaben in Relation zur Größe des erzählenden Tieres zu sehen.
Auch Botschaften, die Alter, Entfernungen, Mengen, Zeit o.ä. betreffen, sind – an menschlichen Vorstellungen gemessen – eher ungenau.

Auch untereinander kommunizieren Tiere auf gedanklichem Wege. Dazu ein
Beispiel von meinen Pferdefreunden Jiffel und Sherikhan:

Die Pferde führen hier ein sehr freies Leben. Eigentlich können sie den ganzen Tag so
verbringen, wie sie möchten. Häufig spielen und galoppieren sie voller Freude, um ihre Kräfte
zu messen. Dann sind sie von einem gedanklichen Austausch weit entfernt – es geht einfach
nur darum, wer am schnellsten ist oder wer die größte Ausdauer hat.

Ganz anders wird es allerdings zur Fütterungszeit.
Alle Tiere stehen dann erwartungsvoll und mich intensiv beobachtend an den Zäunen.

Die Pferde füttere ich immer zuletzt, was diese täglich auf die längste Geduldsprobe stellt.
Immer wieder aufs Neue bin ich begeistert, wie präzise der Hengst Jiffel das Eintreten der
Pferdegruppe in den Stall zur Futterkrippe regelt.

Foxi+Jiffel

Er steht mit dem Rücken zu den anderen am Tor. Foxi und Jerry halten einige Schritte Abstand.
Jiffel zeigt gedanklich eine deutliche Grenze, die lediglich von Sherikhan
überschritten wird.
Aber das ist für Jiffel kein Problem: Seine Gedanken fühlen sich sehr bestimmend an.
Sherikhan steht dann unschlüssig und entmutigt einige Schritte hinter Jiffel. Wenn ich Jiffels
Gedanken in Worte fasste, würde sich das etwa so anhören: ‚Wenn du nicht sofort aufhörst, hier rumzuhampeln, werden meine Zähne gleich in Deinem Hals stecken. Geh entweder schon zu Deinem Futternapf oder steh wenigstens still!‘
Ohne auch nur die geringste körperliche Veränderung hält er Sherikhan in Schach.