Kategorie-Archiv: Tiergeschichten

Eine bärenstarke Freundschaft – ein Kurzroman

Kapitel 1 Prolog

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Die vier Männer waren schon einige Tage in den weitläufigen Hügeln Alaskas unterwegs. Die Pferde auf denen sie ritten sowie auch die Packpferde machten einen erschöpften Eindruck. „Wenn wir diese Viecher nicht bald zu fassen bekommen, müssen wir erst auf die Farm zurück um neue Pferde zu holen.“

„Ich bin mir ganz sicher, dass wir nah dran sind. Lasst uns auf diesem Weg weiter reiten. Wir werden bald auf sie treffen.“
In den letzten Tagen waren sie stetig den Spuren zweier Bären gefolgt. Sie waren im Auftrag einer deutschen Gesellschaft unterwegs, die Tiere besonderer Arten nach Deutschland transportierten.

Wenn die vier es schafften, mit dieser Gesellschaft dauerhaft im Geschäft zu sein, wären finanzielle Sorgen ausgelöscht.
Der erste Einsatz war der Deal mit den Bären. Wenn das klappen würde, stände der Geschäftsbeziehung nichts mehr im Weg.

Scott, der Anführer der Gruppe, war sich sehr sicher, dass sie es schaffen würden, die beiden Bären einzufangen und an der vereinbarten Stelle abzuliefern.
Billy, der die Gegend mit einem Fernrohr betrachtete, pfiff plötzlich durch die Zähne. „Ich glaube, wir sind ihnen sehr nahe auf der Spur.“ Mit ausgestrecktem Arm zeigte er in eine Richtung. Die anderen folgten ihm mit gespannten Blicken. Und wirklich. Keine 200 Meter entfernt entdeckten sie, was Billy mit Hilfe des Fernrohrs vor ihnen wahrgenommen hatte. Einer der Bäume auf einer Lichtung war in heftiger Bewegung. Das war ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Tier, ein sehr starkes Tier, sich daran scheuerte.

Die Männer banden ihre Pferde um einen Baum herum an. Jeder von ihnen führte ein Gewehr mit sich. Sie schlichen sich sehr behutsam in die Richtung des eben entdeckten Tumultes. Nur wenige Minuten später hatten sie den Schauplatz erreicht.
Zwei Bären tollten über die Lichtung. Es war sehr beeindruckend, ihnen bei ihrem Spiel zuzusehen.

„Wir müssen beide gleichzeitig erwischen. Mike und ich nehmen den großen. Ihr anderen schießt auf die kleinere Bärin.“
Die Männer verteilten sich hinter einer Böschung.
„Alle auf mein Zeichen“ sagte Scott.

Sie fixierten die beiden ahnungslosen Tiere durch ihre Zielfernrohre.
Es dauerte nur einen Moment, bis Scott den Befehl zum Abschuss gab. Beide Tiere wurden fast gleichzeitig getroffen. Zwar waren sie etwas irritiert, blieben aber insgesamt ziemlich ruhig.
„Jetzt müssen wir nur noch warten, bis das Mittel wirkt und die Beiden einschlafen. Wir dürfen sie, falls sie sich entfernen, nicht aus den Augen verlieren. Sonst war wohlmöglich alles umsonst.“
Die Männer verhielten sich sehr ruhig und abwartend. Sie wollten die Bären auf keinen Fall erschrecken oder noch in letzter Minute verunsichern.
Und ihr Plan ging auf. Schon nach wenigen Minuten legte die Bärin sich einige Meter neben ihren Partner flach auf den Boden. Und auch der riesige Bär folgte ihrem Beispiel zügig.
Die Männer klatschten in die Hände. Nun war es kein großes Unterfangen mehr, die schlafenden Bären so zu verpacken, dass sie für den Transport bereit waren. Sehr sicher gingen die vier auf die zwei schlafenden Bären zu.
Billy beugte sich über den großen Bären und betrachtete dieses genau.
„Guckt euch nur diese riesigen Pranken an. Der hat Krallen so spitz wie Dolche.“
Kaum hatte Billy das letzte Wort ausgesprochen, als der Bär plötzlich wieder aufsprang. Zwar wirkte er sehr benommen, schaffte es aber dennoch, Billy mit einem gewaltigen Hieb seiner

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Spinnen – Künstler bis zur Perfektion

Für viele Menschen ist das Thema „Spinnen“ eine echte Herausforderung. Nicht selten war ich dabei, wenn Personen beim Anblick einer Spinne in wahre Panik ausbrachen. Es ist mir ein großes Bedürfnis, auch für diese Tiere Partei zu ergreifen. Wenn Sie diese Geschichte gelesen haben, werden Sie vielleicht bei der nächsten Begegnung mit einer Spinne diese ganz anders wahrnehmen können. In meinem Leben gab es schon sehr viele Begegnungen mit Spinnen.
Ich bin davon überzSpinnennetz-Herbst-webeugt, dass es sich um sehr schlaue Tiere handelt. Mein beeindruckendes Erlebnis war das Begegnen mit einer in einem Terrarium lebenden Vogelspinne. Auch wenn diese Geschichte schon viele Jahre zurück liegt, habe ich sie noch gut in Erinnerung.
An jenem Nachmittag war ich zu einem Pferdetermin. Das Gespräch verlief ohne Schwierigkeiten. Nachdem alle Fragen von der Besitzerin abgefragt worden waren, lud mich diese noch auf einen Kaffee ein. Es ist immer schön, dass geführte Gespräch mit einem Tier noch einmal mit dem dazugehörigen Menschen zu besprechen. Nachdem dieses geschehen war, sagte die Frau, dass sie noch eine Bitte habe. Ich war gespannt, denn das Gespräch mit dem Pferd hatte eigentlich keine Fragen mehr offen gelassen. Aber es kam ganz anders. Die Frau erzählte, dass ihr Freund ein Terrarium habe, in dem er eine Vogelspinne halte. „Können Sie mit so einem Tier auch reden?“
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